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Missionen

Mariner 10
MESSENGER
BepiColombo

 

Einführung

Die Erkundung des Merkur ist aufgrund seiner Nähe zur Sonne und der damit verbundenen hohen Temperaturen und starken Strahlung besonders schwierig. Auch der Flug und Eintritt in einen Merkurorbit ist wegen der sehr großen Anziehungskraft der nahen Sonne raumfahrttechnisch außerordentlich anspruchsvoll. Nicht zuletzt deshalb wurde der Merkur erst von zwei Sonden besucht.

Die Flugbahn von Mariner 10 wurde so gewählt, dass Mitte der siebziger Jahre drei Vorbeiflüge am Merkur stattfinden konnten, die allerdings dreimal auf der gleichen Seite des Planeten erfolgten. So konnten nur etwas mehr als 50 Prozent der Planetenoberfläche kartiert werden. Das Aussehen der anderen Merkurhemisphäre blieb weiterhin unbekannt, da auch Teleskope auf der Erde oder im erdnahen Weltraum diese nicht auflösen können.

Erst mit der NASA-Mission MESSENGER machte sich 30 Jahre später wieder eine Sonde auf den Weg zum Merkur. Nach einer sehr komplexen Flugbahn mit mehreren Vorbeiflügen an Erde, Venus und Merkur trat die Sonde 2011 in eine Umlaufbahn um den Planeten ein und erkundete ihn vier Jahre lang erfolgreich.

2018 startete dann BepiColombo, eine europäisch-japanische Doppelmission, zum Merkur. Auch hier ist die Flugbahn sehr komplex mit Vorbeiflügen an der Erde (2020), der Venus (2020 und 2021) und fünf Merkurvorbeiflügen, ehe das Sondengespann 2025 in den Orbit um Merkur eintreten wird. Dort werden die beiden Sonden voneinander getrennt und sollen auf verschiedenen Umlaufbahnen den Merkur und seine Magnetfeld- und Plasmaumgebung erforschen.